Team

Edan Gorlicki wurde in Haifa, Israel, geboren und versteht sich selbst als Tanz-Aktivist. Als Tänzer hat er für renommierte Kompanien wie die Batsheva Ensemble Dance Company, Inbal Pinto Dance Company, NND/Galilidance und Club Guy & Roni getanzt. Seine eigenen Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Tanz- und Theaterpreis der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg 2017 und 2019. Darüber hinaus wurde er 2016 wurde für den Silesian Golden Mask Award nominiert.

Edan Gorlickis künstlerische Arbeit basiert auf Frage, wie Menschen mit ihrer Umwelt interagieren. Vielschichtig, komplex und zum Nachdenken anregend, widmen sich seine Produktionen den sozialen, psychologischen und emotionalen Themen unserer Zeit. Seit 2019 arbeitet er an einer Trilogie, die sich mit den sozialen Auswirkungen von individuellen, kollektiven und generationsübergreifenden Traumata auseinandersetzt.

Darüber hinaus unterstützt er andere Macher*innen als Coach, Mentor, Outside-Eye und Probenleiter. So betreut er seit 2017 das GUMMITWIST Förderprogramms für Choreografen als künstlerischer Leiter am Theater Felina-Areal in Mannheim.

https://edangorlicki.com/

Eva-Maria Steinel studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Frankfurt am Main. 2006 kam sie an das Nationaltheater Mannheim, wo sie viele Jahre zum Team von Kevin O’Day und Dominique Dumais gehörte. Als Dramaturgin bzw. Kulturmanagerin hat sie für Choreograf*innen und Institutionen in ganz Baden-Württemberg gearbeitet, darunter Theater der Welt (2014), TanzSzene Baden-Württemberg (2014-2015), zeitraumexit (2016) und EinTanzHaus Mannheim (seit 2017). Die Zusammenarbeit mit Edan Gorlicki begann 2015 mit der deutsch-niederländischen Produktion The Players.

Janin Friese studierte Medien- und Kulturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und absolvierte anschließend den Master Arts and Media Administration an der Freien Universität Berlin. Von 2011 bis 2013 war sie Betriebsleiterin des Computerspielemuseums in Berlin. Ab Mai 2013 verantwortete sie als Produktionsleiterin die 2014 erstmals veranstaltete TANZBIENNALE HEIDELBERG. Im März 2014 übernahm sie das Company Management für die Dance Company Nanine Linning/Theater Heidelberg. Seit 2015 arbeitet sie am Karlsruher Institut für Technologie als Assistentin in der Forschungsförderung. Den Choreografen Edan Gorlicki unterstützt sie seit September 2019 als Kultur- und Produktionsmanagerin.

Sarah Thöle studierte Medienkunst, Szenografie, Kunstwissenschaften und Philosophie an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Sie war Mitbegründerin der Forschungsinitiative Mobile Interface Radio und realisierte zwischen 2010-2013 die Hörspiel App Mutationen. 2013 kuratierte sie die Ausstellung ZollArt im Rahmen des Alternativen Frühlings Heidelberg.

Sie lebte bis 2019 in Mexiko von dort aus sie experimentelle Hörcollagen für die Radiosendung Dokublog des SWR 2 produzierte. Von 2014-2017 arbeitet sie am Theater und Orchester Heidelberg als Produktionsleitung bei „Born with the USA“, den Heidelberger Schlossfestspielen und dem iberoamerikanischen Theaterfestival „Adelante“.

2019 ist sie nach Heidelberg zurückgekehrt, arbeitet in der Halle 02 und engagiert sich als Produktionsleitung in der freien Szene der Darstellenden Künste. Seit September 2020 veröffentlicht sie den monatlichen Podcast „Ist das Kultur, oder kann das weg“. Seit 2021 ist sie als Managerin des offenen Tanzstudios und Verantwortliche für Fundraising Teil des INTER-ACTION Teams.

Lorenzo Ponteprimo kam mit neun Jahren über den HipHop zum Tanz. Er blieb neugierig und eignete sich die unterschiedlichsten Stile und Disziplinen an, bis er 2011 schließlich zu CODARTS ging, der Contemporary Dance Academy in Rotterdam. Sein Praxissemester führte ihn als Tänzer zu Conny Janssen Danst. Nach einem Engagement bei Nanine Linning am Theater Heidelberg blieb er in der Stadt und arbeitet von dort aus in ganz Europa als Choreograf, Lehrer und Tänzer, unter anderem mit Domenico Strazzeri, Ricardo Fernando, Éric Trottier, Eva Borrmann sowie seit 2018 mit Edan Gorlicki. 2018 war er darüber hinaus Teil des Mentoring-Programms GUMMITWIST am Theater Felina-Areal in Mannheim. Seine Arbeiten wurden unter anderem bei der Tanzbiennale in Heidelberg und beim Tankturm Fest 2017 gezeigt. Weitere Choreografien schuf für die Strado Compagnia Danza in Ulm (2018) sowie für verschiedene Tanzschulen in Italien. 2019 absolvierte er einen Monat lang einen Intensivkurs bei David Zambrano in Brüssel. Seine Zusammenarbeit mit Edan Gorlicki begann 2018 mit dem Stück SEXLESS BABE.

Aktuelle künstlerische Mitarbeiter*innen

Ingo Jooß ist Meister für Veranstaltungstechnik und seit 2010 freischaffend als Lichtdesigner tätig. In Zusammenarbeit mit dem israelischen Choreografen Itzik Galili entwarf er Lichtdesigns für die Litauische Nationaloper und Ballett sowie für das Theaterhaus Stuttgart. Mit der niederländischen Choreografin Nanine Linning arbeitete er an Projekten für die Staatstheater Stuttgart/das Stuttgarter Ballett, das Thüringische Staatsballett sowie für das Theater Heidelberg. Des Weiteren entstanden Lichtdesigns für das Festspielhaus Baden-Baden, das Stadttheater Pforzheim, das Wilhelma Theater Stuttgart, das Friedrichsbau Varieté Stuttgart sowie für das Hope Theater Nairobi. Darüber hinaus ist Ingo Jooß als Lichtdesigner für verschiedene freie Gruppen der Tanz- und Theaterszene in Stuttgart sowie im Raum Heidelberg/Mannheim tätig. „Re-Cover“ ist bereits die sechste Zusammenarbeit mit Edan Gorlicki.

http://ingojooss.com

Der Brasilianer Evandro Pedroni lebt und arbeitet als Performer und Choreograf in Wien. Seine Arbeiten wurden bei Brut (AT), im EinTanzHaus (DE), im Theater HochX und bei Live Art (DE) sowie auf Festivals wie Imagetanz (AT), FAKI 18 (HR) und am PAD – Performance Art Depot (DE) präsentiert. Auf der Bühne war er unter anderem in Produktionen von Martin Nachbar, Oleg Soulimenko, Hubert Lepka, Stella Zannou, SETanzTheater, Akemi Takeya, Elisabeth Tambwe, Cie. Willi Dorner und La_Trottier Dance Collective zu sehen. Daneben entwickelt er eigene künstlerische Arbeiten und wird als Performer, Choreograf, Outside Eye und Kostümentwickler von anderen Künstler*innen engagiert. Seit 2014 arbeitet er mit Edan Gorlicki als Tänzer sowie Outside Eye und hat für einige Produktionen das Kostümbild konzipiert.

Alfonso Fernández Sánchez wurde in Cornellà de Llobregat geboren und erhielt seine Ausbildung am Institut del Teatre in Barcelona. Sein erstes Engagement führte ihn zur Nachwuchscompagnie IT Dansa in Barcelona unter der Leitung von Catherine Allard. In der Spielzeit 2014/2015 kam er als Solist an das Münchener Staatstheater am Gärtnerplatz, wo er unter Karl Alfred Schreiner tanzte. Heute arbeitet er als freier Tänzer und entwickelt eigene Choreografien. Die erste Zusammenarbeit mit Edan Gorlicki führte ihn 2019 zu dem Projekt „WHAT DO WE DO“.

Charlotte Petersen wurde 1991 in Deutschland geboren und studierte Modernen Thea­tertanz in Codarts/Rotterdam und an der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten. Nach einem praktischen Studienjahr mit dem Ensemble des Staatstheater Mainz begann sie 2015 projektbezogen zu arbeiten. Seitdem ist sie vor allem in Belgien, Deutschland, Österreich und Dänemark tätig und tourt seit 2018 international mit der Produktion The Sea Within der Belgischen Choreografin Lisbeth Gruwez/Voetvolk. Sie arbeitet regelmäßig mit dem Regisseur Barish Karademir an seinen Physical Theater-Produktionen für die Tafelhalle Nürnberg und das Staatstheater Darmstadt und erarbeitete 2020 mit Sophia Mage das Performance-Konzert VIBRANT MATTER. Charlotte ist Gründungmitglied des in Münster beheimateten MNEME kollektivs. Ihre Zusammenarbeit mit Edan Gorlciki begann 2019 mit dem Stück IMPACT.

mneme-kollektiv.de

Fran Martinez stammt ursprünglich aus Onil in Spanien. Er studierte in Alicante und Valencia. Nach seiner Ausbildung tanzte er in GoOD von Asun Noales und schloss sich kurz darauf dem Proyecto Titoyaya unter der Leitung von Gustavo Ramirez an. Im Alter von 20 Jahren ging er nach Deutschland, um mit der Wee dance company am Gerhart Hauptmann Theater zu arbeiten sowie den Choreografen Dan Pelleg und Marko E. Weigert. Er kehrte nach Spanien zurück und schloss sich für zwei Jahre der Company Marcat Dance von Mario Bermudez an. In der Zwischenzeit arbeitete er auch mit Arnau Pérez. Nach dieser bereichernden Phase kam er zunächst ans Gerthart-Hauptmann Theater in Görlitz zurück und arbeitet heute als freischaffender Tänzer. Lost Bodies – Urban Encounters ist sein erstes Projekt mit Edan Gorlicki.

Gabriele Ascani wurde in Italien geboren und begann mit 19 Jahren eine HipHop-Ausbildung. Mit 20 Jahren wurde er in das zweijährige Profi-Programm der Rome International Dance Academy (R.I.D.A.) aufgenommen. Er gewann ein Stipendium, das es ihm erlaubte, zwei Wochen lang in New York City mit vielen Vertreter*innen der Graham Technik zu arbeiten und zwei Stücke am Alvin Ailey Citigroup Theater zu zeigen. Später wurde er in das Bachelor Programm der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) aufgenommen, wo er seine Techniken in Ballett und Contamporary Dance und seine künstlerischen Fähigkeiten verbessern konnte, und unter anderem in Arbeiten von Ayman Harper, Dieter Heitkamp, Georg Reischl, Ivan Perez, Paul White, Emanuel Gat, Johannes Wieland und Regina van Berkel tanzte. Lost Bodies – Urban Encounters ist seine erste Zusammenarbeit mit Edan Gorlicki.

Nachdem Harrison McClary im Rahmen von IMPACT sein Debüt in der Tanz- und Theaterwelt als Komponist hatte, ist RE-COVER ein etwas anderes Nachfolgewerk.

Hier sah sich Harrison in der Rolle eines Kurators, der den Soundtrack für und mit jedem einzelnen Darsteller kreieren sollte. Das Endergebnis klingt eher wie eine Collage als ein konzeptionelles Werk: Home-Made Voice and Text Recordings der Tänzer, zartes Gitarren-Geklimper, filmisch-atmosphärischer Ambient und ein bisschen  Techno, ganz abgesehen von kurzen Ausflüge in die 80er und in die Stille.

Amy Josh wurde in England geboren und wuchs in Vancouver, Kanada, auf. Sie wurde an der Arts Umbrella Dance School in Vancouver ausgebildet und machte 2011 ihren Abschluss. Engagements führten sie u.a. zu Noord Nederland Dans, Club Guy & Roni und tanzmainz. Während ihrer vierjährigen Tätigkeit in der Tanzkompanie des Staatstheaters Mainz arbeitete sie mit Choreographen wie Sharon Eyal, Guy & Roni, Rui Horta, Koen Augustijnen & Rosalba Torres Guerrero, Guy Nader und Maria Campos, Eleonore Valère-Lachky, Garry Stewart, Jose Navas, Jo Stromgren und Guiseppe Spota. Als freischaffende Tänzerin hat Amy Josh u.a. mit Jill Crovisier (Luxemburg), Dunja Jocic (NL), John Wannehag (SE) und Edan Gorlicki (Inter-Actions Heidelberg) gearbeitet. Edan Gorlicki lernte sie 2011 kennen, eine Engagement folgte 2013 in dem Stück Motiv(n)ation. 2019 begann mit IMPACT eine erneute Phase der Zusammenarbeit.

TingAn Ying wurde 1989 in Taiwan geboren und absolvierte ihre Ausbildung an der Taipei National University of the Arts. Seit 2015 lebt sie in Berlin. Neben Projekten mit Edan Gorlicki arbeitete sie unter anderem mit Anouk van Dijk, Falk Richter, Emanuel Gat, Club Guy and Roni sowie anderen bekannten Künstler*innen in ganz Europa. Neben ihrer Tanzkarriere ist TingAn Ying auch in den Kulturwissenschaften aktiv. Ein aktuelles Projekt ist die Text-Recherche Ventriloquism: let me speak your language. Die von Neustart Kultur und Dachverband Tanz Deutschland geförderte Arbeit beschäftigt sich mit Dekolonisation und postkolonialen Diskursen im Journalismus. Die Veröffentlichung von aus diesem Projekt entstandenen Artikeln ist auf der Pionier-Plattform für digitalen Journalismus MEDIUM geplant. Ihre Zusammenarbeit mit Edan Gorlicki begann TingAn Ying 2016 mit VORTEX. Es folgten WHAT DO WE DO (2019), IMPACT (2020) sowie RE-COVER und Lost Bodies (beide 2021).

Lorenzo Ponteprimo kam mit neun Jahren über den HipHop zum Tanz. Er blieb neugierig und eignete sich die unterschiedlichsten Stile und Disziplinen an, bis er 2011 schließlich zu CODARTS ging, der Contemporary Dance Academy in Rotterdam. Sein Praxissemester führte ihn als Tänzer zu Conny Janssen Danst. Nach einem Engagement bei Nanine Linning am Theater Heidelberg blieb er in der Stadt und arbeitet von dort aus in ganz Europa als Choreograf, Lehrer und Tänzer, unter anderem mit Domenico Strazzeri, Ricardo Fernando, Éric Trottier, Eva Borrmann sowie seit 2018 mit Edan Gorlicki. 2018 war er darüber hinaus Teil des Mentoring-Programms GUMMITWIST am Theater Felina-Areal in Mannheim. Seine Arbeiten wurden unter anderem bei der Tanzbiennale in Heidelberg und beim Tankturm Fest 2017 gezeigt. Weitere Choreografien schuf für die Strado Compagnia Danza in Ulm (2018) sowie für verschiedene Tanzschulen in Italien. 2019 absolvierte er einen Monat lang einen Intensivkurs bei David Zambrano in Brüssel. Seine Zusammenarbeit mit Edan Gorlicki begann 2018 mit dem Stück SEXLESS BABE.

Elvan Tekin stammt aus der Türkei, lebt in Berlin und ist als Übersetzerin und Tänzerin tätig. Auf der Bühne arbeitete sie unter anderem mit Eyal Dadon (ORPHEUS, Thalia Theater Hamburg) und José Vidal (EMERGENZ, Kampnagel Hamburg; EMERGER, NAVE Santiago de Chile). Der Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit liegt auf den sozio-politischen Dimensionen von Körpern als Form des Widerstands. Dabei interessiert sie auch die Frage, wie man Übersetzungstheorien als Werkzeug für kreatives Schaffen einsetzen kann. Lost Bodies – Urban Encounters ist ihre erste Zusammenarbeit mit Edan Gorlicki.

Ismaël Belabid-Lenoir ist 23 Jahre alt. Zum Tanz fand er in seiner Heimat Frankreich, wo er mit den unterschiedlichsten Arten des Urban Dance wie Breakdance, House Dance, Popping und Freestyle begann. Nach dem Abschluss seines Bachelor-Studiums an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main kam Ismaël im Rahmen eines Nachwuchsprogramms zu Iván Pérez und das Heidelberg Dance Theater. Als freier Tänzer arbeitete er danach unter anderem mit der AMP Dance company und TanzMainz, wo er für den Choreografen Po-Cheng Tsai auf der Bühne stand. Für Lost Bodies – Urban Encounters arbeteit er zum ersten Mal mit Edan Gorlicki’s Company INTER-ACTIONS zusammen.

Die Australierin Jacqueline Trapp kam für ein Engagement an Iván Pérez‘ Dance Theater Heidelberg nach Heidelberg. Ihre Ausbildung erhielt sie am Victorian College of Arts in Melbourne. Schon bevor sie nach Deutschand kam, arbeitete sie als freie Tänzerin. Jetzt kehrt sie als Teil von Edan Gorlickis Lost Bodies – Urban Encounters Projekt in die freie Szene zurück.

Photo: Susanne Reichardt